Tiere in der Therapie

In der therapeutischen Arbeit mit Tieren unterscheidet man zwei Grundlegende Bereiche:

1) AAT (Animal- Assisted- Therapie) Tiergestützte Therapie

  • Tier und Therapeut sind speziell geschult und ausgebildet!
  • vor Behandlungsbeginn wird ein Befund erhoben
  • es werden konkrete Therapieziele festgelegt und indivduell auf den Patienten abgestimmt
  • jede Behandlung und der gesamte Behandlungsverlauf werden dokumentiert
  • z.B. Therapiehund fördert die Feinmotorik eines Behinderten

1) AAA (Animal- Assisted- Activities) Tiergestützte Aktivitäten

  • Menschen werden von Tieren und dessen Haltern besucht
  • ist nicht auf eine Einzelperson und deren spezielle Bedrüfnisse ausgerichtet
  • kann beliebig oft wiederholt werden
  • es werden keine konkreten Ziele festgelegt und der Verlauf wird nicht dokumentiert
  • Ort, Zeit und Regelmäßigkeit  varieren
  • Der Halter muss kein Therapeut sein
  • z.B. Tierhbesuchsdinst, Heimtierhaltung

Man unterscheidet in der Arbeit mit Tieren verschiedene Zielsetzungen: Pädagogisch, Psychisch und Physisch

Physische Auswirkungen

  • Kreislaufstabilität
  • Senkung vom Blutdruck, Atem- und Herzfrequenz
  • Entspannung der Muskulatur
  • Anregung der taktilen, auditiven und visuellen Wahrnehmung
  • Schmerzreduktion
  • Reduktion der Medikamentendosis (z.B. Antidepressiva)
  • Förderung der Mobilität, Grob- und Feinmotorik
  • Unterstützung der Genesung, schnellere Heilung

Psychische Auswirkungen

  • Stärkung des Selbstvertrauens
  • Förderung der psyshichen Stabilität und Ausgeglichenheit
  • Steigerung der Ansprechbarkeit und Aufnahmebereitschaft
  • Verbesserung der Motivation, Einstellung gegen über der Therapie
  • Förderung einer positiven Lebenseinstellung
  • Vermittlung des Gefühls des Gebrauchtwerdens, der Bestätigung;
  • Steigerung des Selbstwertes
  • Aufhellung der momentanen Stimmung, bringen Menschen zum Lachen

Pädagogische Auswirkungen

  • Steigerung der Konzentration
  • Angstabbau, Verarbeitung von Ängsten
  • Förderung der Merkfähigkeit und Bereitschaft zum Lernen
  • Steigerung des Selbstvertrauens
  • beruhigende Wirkung
  • erleichterte Kontaktaufnahme zu anderen Menschen

Therapiehund und Besuchshund

Was ist ein Therapiehund?

Ein Therapiehund besitzt eine gesonderte Ausbildung und wird von einem Therapeuten geführt. Der Mensch spielt in der Therapie die tragende der Hund die begleitende Rolle. Durch seine besondere Ausbildung ist er in der Lage die Arbeit des Therapeuten gezielt zu unterstützen und so den Therapieerfolg wensentlich zu verbessern.

Was ist ein Besuchshund?

Kann ohne die Anwesenheit eines in der tiergesützen Therapie arbeitenden Therapeuten eingesetzt werden. Dadurch ergibt sich ein anderer Blickwinkel und eine andere Erwartunghaltung gegenüber seinem Einsatz. Der Besuchshund überzeugt durch seine blose Anwesenheit, kann aber keine konkreten therapeutischen Ziele verwirklichen.

Was zeichnet einen Therapiebegleithund aus?

  • sehr gut sozialisiert
  • sehr guter Gehorsam
  • hohe Toleranzschwelle gegen über Menschen und andere Tiere
  • frei von jeder Art der Agression
  • hohe Stresstoleranz
  • schnelle Anpassungsbereitschaft gegen über Neuem und ungewöhnlichen Situationen
  • Gefallen am Kontakt mit Menschen und Streicheleinheiten
  • besonders gute Bindung an seinen Besitzer
  • gute Unterordnung, Niveau der Begleithundprüfung

Tiergestützte Therapie mit Kaninchen

Was ist ein Therapiekaninchen?
Ein Therapiekaninchen ist ein speziell für die Arbeit mit und am Menschen ausgebildetes Kaninchen. Vom Therapeuten wird es geziehlt in der Therapie eingesetzt um beim Patienten eine bestimmte Reaktion oder Verhaltensweise hervorzurufen. Es trägt somit zur Verbesserung des Gesundheitszustandes und Wohlbefindens des Patienten bei.

Was zeichnet ein Therapiekaninchen aus?
- Charakter: neugierig, aufeschlossen, zahm, munter, menschenfreundlich
- stressunempfindlich
- keine Scheu vor anderen Tieren (Katzen, Hunde)
- keine Scheu vor Menschen, Lärm, schnellen Bewegungen
- muss sich zu jederzeit und überall anfassen lassen
- muss sich ohne Angst hochnehmen lassen
- kein Kratzen oder Beißen - auch nicht bei Stress
- muss sich schnell an neue Situationen anpassen können


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